©Volker Gottwald
©Volker Gottwald

Einen Menschen loszulassen ist die schwerste Aufgabe, vor die uns das Leben stellt. Die Endgültigkeit des Todes macht uns hilflos. Eben noch war uns jemand so nahe. Jetzt ist dieser Platz für immer leer.

Und doch, die Nähe des Todes lehrt uns das Leben als Geschenk zu begreifen. Deutlicher als sonst spüren wir, was wirklich zählt: Menschen in schweren Zeiten Ihres Lebens sollen sorgsame Begleitung, verlässliche Pflege und Menschlichkeit erfahren.

Dazu fördern wir die Diakoniestation und die Beratung der Diakonie finanziell.

 

 

 

Anstelle von Blumen 

eine Spende für den Diakonie-Förderverein Idsteiner Land e.V. 

 

Mit diesen Worten baten die Angehörigen des verstorbenen Dieter N. um die Unterstützung des Diakonie-Fördervereins Idsteiner Land. Die Resonanz war überwältigend: 1715 Euro an Spenden haben wir auf diesem Weg erhalten. Unser Dank gilt den Angehörigen und den zahlreichen Spendern. 

 

 

 

 

 

Übergabe der Schecks an die Diakoniestation und das Diakonische Werk (v.l.n.r.Clauss Tiemeyer, Miriam Lehmann, Markus Hies, Thomas Forst, Jutta Weber, Ulrike Gürlet, Markus Eisele, Dorothea Sand, Claudia Nikel, Brigitte Krekel)
Übergabe der Schecks an die Diakoniestation und das Diakonische Werk (v.l.n.r.Clauss Tiemeyer, Miriam Lehmann, Markus Hies, Thomas Forst, Jutta Weber, Ulrike Gürlet, Markus Eisele, Dorothea Sand, Claudia Nikel, Brigitte Krekel)

Letztmalig hat Pfarrer Markus Eisele die Mitgliederversammlung des Diakonie-Fördervereins Idsteiner Land e.V. am Mittwoch, 15. Juni 2018, in den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde Heftrich geleitet. Bei der Vorstandswahl sprachen die Mitglieder dem neuen Vorsitzenden Thomas Forst aus Bermbach sowie Klaus Tiemeyer als Schriftführer ihr Vertrauen aus. Im Amt bestätigt wurden Bürgermeister Markus Hies als stellvertretender Vorsitzender, Jutta Weber und Brigitte Krekel als Kassiererinnen sowie Ulrike Gürlet als stellvertretende Schriftführerin.

 

 

 

Erneut konnten zwei Angebote der Diakoniestation Idsteiner Land und des Diakonischen Werks finanziell gefördert werden. So fließen 8.000 € in die neue Dependance der Diakoniestation in Wallrabenstein und 4.000 € in die Demenzbetreuung in Idstein. Der finanzielle Beitrag des Diakonie Fördervereins solle dazu beitragen, die Unverlierbarkeit und die Einmaligkeit der Menschen als Geschöpfe Gottes in das Zentrum des diakonischen Handelns zu stellen, erläuterte Eisele. Der Waldemser Bürgermeister Hies dankte Eisele für sein Engagement. Seit 2008 konnte der Diakonie-Förderverein aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen insgesamt 122.000 € ausschütten.

 

 

 

In seinem Bericht listete Eisele die Aktivitäten des Fördervereins auf und berichtete über die aktuellen Herausforderungen der Diakonie. Er würdigte die Initiative Quartier 4 sowie die laufende Sozialraumanalyse im Idsteiner Land. Gegen die harten Vorwürfe des Idsteiner Altbürgermeisters Gerhard Krum nahm Eisele die völlig unbeteiligte Diakoniestation in Schutz. „Zu erleben, wie hier alles in einen Topf geworfen wird, ist bitter“, so der ehemalige Diakoniepfarrer des Dekanat Rheingau-Taunus. Statt einer bösen Kampagne hätten die 70 Mitarbeitenden der Diakoniestation und die vielen Ehrenamtlichen bei der Tafel verdient, dass ihr großes Engagement gewürdigt werde. „Als Diakonie Förderverein wollen wir allen, die sich in der Pflege, Begleitung und Beratung für Menschen einsetzen, ausdrücklich danken“, unterstrich Pfarrer Eisele.

 

Diakonie Förderverein übergibt 12.000 € an soziale Projekte


Für den Diakonie-Förderverein spenden

„Dass ich wieder zu Hause leben kann, ist das Schönste“, sagt Gerhard G. Aus heiterem Himmel traf ihn der Schlaganfall und riss ihn mitten aus dem Leben. Danach kamen Klinik und Reha. „Ohne die Hilfe der Diakonie hätte ich es nicht geschafft“, betont er.

 

Wer denkt schon gerne darüber nach, dass man schnell selbst auf solche Hilfe angewiesen sein könnte...

 

Immerhin: Wer in Idstein, Waldems und Hünstetten wohnt, kann beruhigt sein: die Diakonie­station und die Beratung der Diakonie leisten eine verlässliche und mensch­liche Pflege und Ver­sorgung auf sehr hohem fachlichem Niveau. Gott sei Dank!

 

Gefördert werden die beiden Dienste durch den Diakonie-Förderverein. Denn Kranken- und Pflegekassen zahlen nur für das Nötige. Eine menschenwürdige Pflege aber braucht mehr, sie braucht Zeit für Menschlichkeit!

 

Unterstützten Sie uns dabei! Jeder gespendete Euro kommt Menschen wie Gerhard G. zugute. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass sie sich auch künftig in guten Händen wissen können.

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Unsere Spendenkonten

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10.000 Euro für Betreutes Wohnen und Palliativpflege

Übergabe der Schecks an die Diakoniestation und das Diakonische Werk. (v.l.n.r.: Markus Eisele, Stefanie Dittrich, Jutta Weber, Brigitte Krekel, Simon Gerhard, Brigitte Schöniger, Andreas Gerhard)
Übergabe der Schecks an die Diakoniestation und das Diakonische Werk. (v.l.n.r.: Markus Eisele, Stefanie Dittrich, Jutta Weber, Brigitte Krekel, Simon Gerhard, Brigitte Schöniger, Andreas Gerhard)

Gut besucht war die Mitgliederversammlung des Diakonie-Fördervereins Idsteiner Land e.V. am Mittwoch, 28. Juni 2017 in den Räumen der Evangelischen Kirchengemeinde Idstein.

 

Der Vorsitzende, Pfarrer Markus Eisele, dankte den Mitgliedern für ihr finanzielles Engagement. Seit 2009 konnten der Diakonie aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Eisele unterstrich: „Wie viel Gutes ist daraus entstanden, nämlich ganz konkrete Zuwendung, Rat und Tat als Ausdruck der Nächstenliebe und zur Ehre Gottes!“

 

Die neue Geschäftsführerin der Diakoniestation Idsteiner Land gGmbH, Stefanie Dittrich, wies in ihrem Vortrag darauf hin, wie wichtig es sei, sich rechtzeitig zu den Fragen der Pflegebedürftigkeit zu beschäftigen. Die Diakoniestation halte hierfür Schulungs- und Beratungsangebote bereit. Damit man für alle Menschen, die Hilfe und Unterstützung benötigten, da sein könne, werde die Diakoniestation auch weiterhin deutlich wachsen.

 

Simon Gerhard, Pflegedienstleister der Diakoniestation, erläuterte das Konzept der Diakonischen Palliativpflege. In diesem Rahmen, so Gerhard, würden die Mitarbeitenden der Diakoniestation in Kooperation mit der Hospizbewegung noch besser auf den Umgang mit Sterbenden vorbereitet. Neben der optimalen medizinischen und pflegerischen Betreuung komme es eben auch auf die seelsorgliche Haltung an: „Wir wollen unseren Klienten, die wir zum Teil schon lange begleiten, auch auf diesem letzten Lebensweg hilfreich und tröstlich zur Seite stehen.“

 

Brigitte Schöninger stellte das Konzept des „Betreuten Wohnen“ der Diakonie dar.

 

Beide Projekte werden in diesem Jahr vom Diakonie-Förderverein mit insgesamt 10.000 Euro unterstützt.


Gesundheits- und Pflegekurs in Gemeinden

Die Diakoniestation bietet Gesundheits- und Pflegekurse in den Orten des Idsteiner Landes an. Ein Elternteil, ein Ehepartner, ein Kind wird zum Beispiel plötzlich zum Pflegefall – „ein Tsunami“, sagt Claudia Nikel. Viele Angehörige fühlen sich damit zunächst beziehungsweise auf Dauer überfordert und brauchen dringend Unterstützung.

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KONTAKT

Das Angebot der Gemeindepflegekurse kann von allen Kirchengemeinden im Idsteiner Land in Anspruch genommen werden. Anfragen hierzu können gerne an Claudia Nikel gerichtet werden.

Claudia Nikel, Diakoniestation Idsteiner Land, Telefon: 06126-941812,

E-Mail: Claudia.Nikel.ds.idstein@ekhn-net.de.



"Im Mittelpunkt steht der Mensch"

Screenshot der Website der Idsteiner Zeitung
Screenshot der Website der Idsteiner Zeitung

IDSTEIN - „Diakonie – mehr als ein Wort“, heißt es im Slogan auf der Webseite der Einrichtung. „Im Idsteiner Land wird das Wort synonym verwendet für ambulante Pflege“, freut sich Pfarrer Markus Eisele, Aufsichtsratsvorsitzender der neuen gemeinnützigen Träger-GmbH der Idsteiner Diakoniestation, über die positive Entwicklung der Einrichtung, die in den vergangenen vier Jahren sowohl die Zahl ihrer festen Mitarbeiter als auch die der betreuten Klienten mehr als verdoppelt hat. Sie ist damit der größte Anbieter ambulanter Pflege in der Region.

„Wir haben den Auftrag, alle Menschen im Idsteiner Land zu versorgen, und nehmen diesen gerne an“, fügt Stefanie Dittrich hinzu, die neue Geschäftsführerin der Diakoniestation in Idstein, die zum 1. Juni offiziell ihre Stelle antritt. Bei einem Pressegespräch stellte sie sich der Öffentlichkeit im Idsteiner Land gemeinsam mit ihrer Vorgängerin Julia Ludwig-Hartmann vor, die sie seit Anfang Februar in die Aufgaben und Arbeitsabläufe der stetig wachsenden Diakoniestation eingearbeitet hat.

 

Den ganzen Artikel auf der Seite der Idsteiner Zeitung lesen.

Diakoniestation: Indivuelle Betreuung für Menschen mit Demenz

 

Von Ingrid Nicolai

IDSTEINER ZEITUNG - „Leben und Sterben in Würde.“ Das Deckblatt einer kleinformatigen Broschüre hängt bei der alten Dame an der Wand und erinnert sie an das vergangene Jahr, als ihr Mann in einem Hospiz starb. Falls sich die 94-Jährige erinnert – denn das Gedächtnis lässt immer mehr nach und damit auch die während eines Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Ein Prozess, der das ganze Sein eines Menschen erschüttert, Wahrnehmung, Verhalten und Erleben verändert.

 

Der Alltag wird damit zur Herausforderung: Für den Demenzkranken und für die pflegenden Angehörigen, die sich gegen eine stationäre Einrichtung entschieden haben und den Pflegebedürftigen zu Hause in gewohnter Umgebung versorgen wollen. Tatsächlich sind die wenigsten der etwa 2,7 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland vollstationär in Heimen untergebracht, etwa sieben von zehn werden daheim versorgt. Das sind etwa 1,9 Millionen Menschen, rund 1,25 werden allein von Angehörigen gepflegt, der Rest zusammen oder durch einen Pflegedienst wie ihn die Diakoniestation im Idsteiner Land anbietet.

SENIORENTREFF

 

Die Diakoniestation Idsteiner Land bietet neben der individuellen Alltagsbegleitung in den eigenen vier Wänden auch einen Seniorentreff für Menschen mit und ohne Demenz richtet. Die Teilnehmer treffen sich jeden Montag von 14.30 bis 17.30 Uhr und jeden Dienstag von 9.30 bis 17.30 Uhr im Gemeindehaus der St.-Thomas-Gemeinde in Waldems-Esch. Die Senioren können geholt und gebracht werden.

 

Die Kosten für Alltagsbegleitung zu Hause und den Besuch des Seniorentreffs übernimmt die Pflegekasse bis zu einer gewissen Höhe je nach Schwere der Einschränkungen des Demenzkranken in seinen Alltagsbewältigungs-Fähigkeiten.

 

Näheres bei Sabine Humpert und Dorothea Wirth, Telefon 06126-94 18 10, E-Mail: Betreu ung.ds.idstein@ekhn-net.de

 

Leben mit Demenz

 

Bis zu 1,6 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. Ihre Versorgung stellt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine immer größere Herausforderung für das Gesundheits- und Sozialwesen dar.

 

Eine Therapie, die zur Heilung führt, ist derzeit für die Mehrzahl der Demenzerkrankungen nicht möglich. Deshalb ist das Hauptziel der Behandlung, die Lebensqualität der Kranken und ihrer Angehörigen zu verbessern. Die Patienten sind aufgrund ihrer Krankheit immer weniger in der Lage, sich ihrer Umgebung anzupassen und ihren Alltag bewusst zu gestalten. Deshalb hängt ihr Wohlbefinden in großem Maße davon ab, wie sich die Umwelt auf ihre Beeinträchtigung einstellt.

 

Quelle: Bundesgesundheitsministerium.


Noch versucht die Tochter der 94-Jährigen die notwendige Pflege zu leisten, weiß aber auch, dass es auf Dauer ohne Unterstützung nicht gehen wird, dass sie Auszeiten braucht, um diese Aufgabe weiterhin bewältigen zu können. Eine große Hilfe ist schon jetzt eine Alltagsbegleiterin, die die Mutter regelmäßig besucht, und diese – jenseits der klassischen Pflege – individuell betreut. Gemeinsam wird Gymnastik gemacht, um die Beweglichkeit zu erhalten und zu fördern, es wird gerechnet, gespielt, gesungen und zur Adventszeit auch mal eine vorweihnachtliche Geschichte vorgelesen. Im Rahmen der Betreuung werden vorhandene und verloren gegangene Fähigkeiten gefördert, wobei das schon mal einer Schatzsuche gleichen kann.

 

Im Ruhestand den Traumberuf gefunden

 

Dass die alte Dame ihre Freude am Kreuzworträtsellösen wiederentdeckt hat, ist der Alltagsbegleiterin zu verdanken. „Eigentlich bin ich ja schon im Ruhestand, aber ich habe das Gefühl, dass ich jetzt meinen Traumberuf gefunden habe“, freut diese sich über das Können ihrer Schützlinge und spart nicht mit Lob. Denn das Schwinden von Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit nagt am Selbstwert, auch der muss gestärkt werden.

 

Seit 2012 verfügt die Diakoniestation Idsteiner Land über geschulte Alltagsbegleiterinnen, mittlerweile sind es 13 Frauen, die ihre insgesamt rund 50 Klienten regelmäßig zu Hause besuchen. Meist sind es Menschen mit Demenz zwischen 70 und mehr als 90 Jahren, aber auch Schwerkranke mit Krebs oder ALS sind darunter. Dorothea Wirth und Sabine Humpert koordinieren die Besuche. „Angebot und Nachfrage halten sich derzeit die Waage“, berichten sie von einem hoch motivierten Team.

 

Alltagsbegleiter wird man nicht durch Zufall, alle haben sich sehr bewusst für ihre Tätigkeit entschieden, auch, dass sie ambulant und nicht in einem Pflegeheim wirken wollen. „Nach meinem Praktikum in einer stationären Einrichtung war mir klar, dass ich dort auf keinen Fall arbeiten möchte“, erzählt eine der Betreuungskräfte, die im ambulanten Einsatz viel größere Förderungschancen sieht. Zum anderen sei es schwierig, sich angesichts der knappen Personaldecke in Heimen von rein pflegerischen Tätigkeiten, für die die Alltagsbegleiter nicht zuständig sind, zu distanzieren.

„Die Liebe zu den alten Menschen“, da sind sich die Alltagsbegleiterinnen einig, ist die beste Voraussetzung für ihre Tätigkeit, die nicht immer einfach ist, viel Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert und gleichzeitig die Fähigkeit, nichts persönlich zu nehmen. Zum „Handwerkszeug“ gehören Warmherzigkeit, Respekt, Achtung, ein Verständnis für die Gesamtsituation und auch für die Angehörigen, die schnell an ihre Grenzen kommen und dankbar sind, wenn sie einmal für ein paar Stunden Verantwortung abgeben können. Bestenfalls ohne schlechtes Gewissen, denn oft werden die Alltagsbegleiterinnen von den Senioren schon mit Sehnsucht erwartet – falls sie sich erinnern.


Diakoniestation: Ganztägiges Angebot für Senioren

Von Marion Diefenbach

IDSTEINER ZEITUNG - Wer bisher am Montag- oder Donnerstagnachmittag am Seniorentreff in Esch teilgenommen hat, der weiß, wie liebevoll hier das Motto umgesetzt wird, „gemeinsam Zeit zu verbringen und zu gestalten“. Auch den neuen Ganztagstermin für ältere Menschen mit und ohne Demenz am Dienstag füllt Dorothea Wirth, ständige Koordinatorin, zusammen mit Sabine Kramer souverän und fantasievoll mit Anregungen und gemeinsamer Beschäftigung aus.

 

Lieder singen und Gedichte vorlesen

 

Vormittags waren fünf Damen und Herren erschienen. Ein Teilnehmer war unruhig: Er fragte von Zeit zu Zeit, wann ihn seine Frau abholen kommt. Geduldig erhielt er wiederholt die gleiche Antwort, dass es noch etwas dauern werde. Da er früher bei der Bank gewesen sei, erzählt Wirth, beschäftige er sich gerne mit Rechenaufgaben, die sie ihm gelegentlich stelle. Dieses Mal ließ er sich dafür gewinnen, in Begleitung einen kleinen Gang im Freien zu unternehmen, denn die Sonne schien, und Bewegung beruhigt. Bei seiner Rückkehr trafen bereits die ersten der acht zusätzlichen Nachmittagsteilnehmer ein, und allmählich beendeten auch die anderen ihre Mittagsruhe, die sie ungestört in einem Nebenraum des Escher Gemeindezentrums in Sesseln mit Decken und hochgelegten Füßen verbringen konnten.

 

„Nicht alle, aber einige brauchen diese Ruhe, von halb zehn bis halb sechs ist es ein langer Tag und für viele eine Umstellung“, erklärte Wirth. Natürlich würden in dieser Zeit gegebenenfalls auch benötigte Medikamente verabreicht. Am Morgen hatte man nach einer kleinen Begrüßung mehrere Lieder gesungen und unter anderem das Herbstgedicht „Herr von Ribbeck“ vorgelesen, das einige Teilnehmer noch auswendig können; sie haben Freude an den Erinnerungen, die damit verbunden sind. Im Anschluss wurde gemeinsam das Mittagessen vorbereitet: Kartoffeln wurden geschält, Möhren geraspelt, der Tisch gedeckt. Das Mittagessen wird immer frisch zubereitet und selbst gekocht – diesmal gab’s Putengeschnetzeltes mit Rohkost-Tomatensalat. Für die nächsten Wochen hat man bereits gemeinsam einen Speiseplan mit Lieblingsgerichten wie Reibeplätzchen oder Wirsing erstellt. Dass dieses Mal auch noch gleich zwei Kuchen dazu gebacken wurden, lag an den vielen Teilnehmern, die zum Kaffee an der herbstlich geschmückten Tafel erwartet wurden.

 

 

Weitere Teilnehmer sind willkommen

 

Dank der unterstützenden Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der katholischen Kirche sind weitere Teilnehmer zu beiden Terminen – dem Montagnachmittag von 14.30 bis 17.30 Uhr und am Dienstag 9.30 bis 17.30 Uhr – im Gebäude der katholischen Kirchengemeinde St. Thomas herzlich willkommen. Für das gesamte Idsteiner Land gibt es dank ehrenamtlicher Hilfe einen Hol- und Bringservice. Eine Anmeldung – auch zum Schnuppertag – ist unter der Telefonnummer 06126-94 18 10 oder per E-Mail an Betreu ung.ds.idstein@ekhn-net.de erbeten.


Nachmittage mit der Diakonie-Seniorengruppe

Die Diakonie-Seniorengruppe (Foto: Ludwig-Hartmann)
Die Diakonie-Seniorengruppe (Foto: Ludwig-Hartmann)

Von Marion Diefenbach

 

WALDEMS - Ein Themennachmittag der Diakonie-Seniorengruppe mit Dorothea Wirth und Sabine Kramer: Um die traditionelle „Donnerstagskerze“ liegen Muscheln, Fische, Seesterne, Schiffchen und ein Seehund, eine liebevoll dekorierte Kaffeetafel. Selbst gebackener Streuselkuchen mit Pudding- oder Apfelfüllung, frischer Kaffee, Wasser und Apfelschorle stehen bereit, als Sabine Kramer das passende Gedicht „Urlaubsreise“ zum heutigen Motto „Meer“ vorliest.

 

Tanzen und schwimmen, schlemmen und küssen

 

Dass man im Urlaub „nur tanzen und schwimmen, nur schlemmen und küssen“ soll, erheitert die älteren Damen, die heute wegen des „Sommerlochs“ statt zu zehnt nur zu sechst sind. Sie fahre noch zu ihrer Tochter nach Bayern, sagt eine von ihnen sofort. Eine andere erzählt, dass sie früher in Berlin ein Reisebüro geleitet habe. Und dass man kürzlich mit dem Bus einen Ausflug in den Opelzoo unternommen habe, fällt ihnen wieder ein – „aber ohne Kamelreiten!“, lautet die schmunzelnde Beanstandung.

 

Für das weitere Programm hat sich Dorothea Wirth wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Wegen der Schwüle im Freien bleibt man zwar im Gebäude der katholischen Kirchengemeinde St. Thomas; trotzdem „werden wir heute einen Barfußpfad anlegen“, kündigt sie an, „und dürfen uns alle mal die Füße schmutzig machen!“

 

Sie rollt im Vorraum des Gemeindehauses eine Folie aus, auf der sie verschiedene Untergründe vorbereitet: Wasser in einer kleinen Schüssel, selbst gesammelte runde Kieselsteine, Gras, Torferde und Sand, der noch schnell von draußen geholt wird.

 

Sofort zieht die erste Mutige Schuhe und Strümpfe aus und geht mit Hilfe beider Betreuerinnen langsam und nachspürend über den Pfad. „Das Gras ist wunderbar weich… früher auf Lanzarote hatte ich auch immer die Füße im warmen Sand… wann haben wir zuletzt in der Sandkiste gespielt... das tut richtig gut!“, ermutigt sie die anderen, die fasziniert zugeschaut haben. In jedem Fall „erfinden die Koordinatorinnen immer was Neues, und sie haben tolle Ideen“.

 

Im Anschluss gehören Gedächtnistraining und ein Spaziergang oder, wenn das nicht möglich ist, Sitztanz bzw. -gymnastik zum Nachmittagsprogramm, das montags und donnerstags von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr stattfindet und einen Hol- und Bringdienst für das gesamte Idsteiner Land umfasst. Weitere Teilnehmer seien herzlich willkommen, erklären die Koordinatorinnen. Zu den jeweiligen Themen, die auf die Jahreszeiten abgestimmt sind, gehören u a. ein „Erdbeernachmittag“, „Fastnacht“, Weihnachtsbasteln und -gestecke oder der Besuch einer Kräuterexpertin.

 

Gemeinsames Mittagessen für Ganztagsgruppe geplant

 

Vor zwei Wochen habe man auch mal gemeinsam Sommermus gekocht, erzählt Wirth. Gemeinsames Kochen und gemeinsames Mittagessen sind auch für die geplante Ganztagsgruppe vorgesehen, die ab Herbst von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr in St. Thomas stattfinden soll. In Zukunft möchte man nach Möglichkeit auch den benachbarten Kindergarten in die Aktivitäten einbinden – und dann wird es wohl in den Betreuungsgruppen noch lebendiger zugehen.


Begleitung und Beratung für Senioren in Idstein

Eine zukunftsorientierte Alternative zur stationären Unterbringung von Senioren bietet das Diakonische Werk Rheingau-Taunus. Durch die kontinuierliche Begleitung und Beratung in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus will die Einrichtung den betreuten Senioren eine selbstständige und eigenverantwortliche Lebensführung ermöglichen und diese so lange wie möglich erhalten. Dabei handelt es sich um ein individuelles Angebot, das dem jeweiligen Servicebedarf der hilfesuchenden Menschen angepasst wird.

 

Zu den Angeboten gehören etwa die Unterstützung im Alltag, die Begleitung bei Arztbesuchen, Hilfe im Schriftverkehr, Informationen zum Betreuungsrecht, Wohnraumberatung sowie die Beratung von Angehörigen.

 

Neben der Beratung bietet die Einrichtung auch unterschiedliche Dienste an, wie zum Beispiel hauswirtschaftliche Hilfen, Essen auf Rädern und kulturelle Angebote. Auch technische Hilfen, wie kleine Reparaturen im Haushalt, werden abgedeckt.

 

Eine Sprechstunde für Interessierte findet jeweils mittwochs von 9 bis 10 Uhr im Diakonischen Werk Rheingau-Taunus in der Stettinerstraße 24, statt. Abweichende Zeiten sind nach vorheriger Absprache unter der Rufnummer 06126-229 09 40 möglich. Für nähere Informationen stehen Brigitte Schöninger, zu erreichen unter der E-Mail brigitte.schoeninger@diakonie-rt.de und Edda Cordes, edda.cordes@kwb-rheingau-taunus.de, zur Verfügung.


AleX auf dem Jugendkirchentag

2 Tage lang war unser Alterssimulationsanzug AleX beim Themenpark Gerechtigkeit des Jugendkirchentags 2016 in Offenbach. Spüren, was Altern bedeutet. Darum ging es. Viele Jugendliche haben ihre Erfahrung mit Instant Aging gemacht. Ein interessantes Erlebnis. Einer der Reporter des Jugendkirchentags hat's auch ausprobiert. Hier das Video:


14.000 Euro für die Diakonie

Der Vorstand des Diakonie-Fördervereins v.l.n.r. Ulrike Gürlet, Jutta Weber, Markus Eisele, Brigitte Krekel, Markus Hies
Der Vorstand des Diakonie-Fördervereins v.l.n.r. Ulrike Gürlet, Jutta Weber, Markus Eisele, Brigitte Krekel, Markus Hies

 

 

Eine Unterstützung von 9.500 Euro für die Diakoniestation Idstein und 4.500 Euro für den Mobilen Sozialen Dienst (MSD) hat die Mitgliederversammlung des Diakonie-Fördervereins Idsteiner Land bei ihrer Sitzung am 18. Mai 2016 beschlossen. Der MSD will mit den Mitteln eine offene Sprechstunde für Senioren im Haus des Älteren Mitbürgers anbieten. Die Diakoniestation will die Unterstützung für die seelsorgliche Begleitung von Klienten und Angehörigen einsetzen. Der Vorsitzende des Fördervereins, Diakoniepfarrer Markus Eisele, berichtete in der Mitgliederversammlung von den Veränderungen des vergangenen Jahres. Die Umwandlung der Diakoniestation in eine gemeinnützige GmbH konnte zum 1.1.2016 erfolgreich abgeschlossen werden. Zum 1. April hat die Diakoniestation das Tätigkeitsfeld der Hauswirtschaft vom MSD übernommen, der wegen einer neuen Rechtslage dieses Angebot nicht weiterführen konnte. „Wir können dankbar und froh sein, dass auch weiterhin Pflege und Betreuung zukunftssicher und in bester Qualität im Idsteiner Land angeboten wird“, so Pfarrer Eisele. Neu gewählt wurden in den Vorstand Bürgermeister Markus Hies (Waldems), als stellvertretender Vorsitzender sowie Andreas Gerhard und Ulrike Gürlet als Schriftführer. Pfarrer Eisele dankte den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Werner Scherf, Uwe Deiters und Felix Klingebiel für ihre teilweise langjährige Mitarbeit.

 

 


Diakoniestation ist gemeinnützige GmbH

Seit dem 1.1.2016 ist die Diakoniestation Idsteiner eine gemeinnützige GmbH und heißt vollständig Diakoniestation Idsteiner Land gGmbH. Gesellschafter sind die 18 Kirchengemeinden, auf deren Gebiet die Diakoniestation tätig ist, sowie das Evangelische Dekanat Rheingau-Taunus. Als Geschäftsführerin ist weiterhin Julia Ludwig-Hartmann tätig. Für die Mitarbeitenden verändert sich durch den Trägerwechsel nichts.

Neue Homepage der Diakoniestation

Die Diakoniestation Idsteiner Land kann im Internet unter den Adressen www.diakoniestationidstein.de und www.diakoniestation-idstein.de gefunden werden.



Diakoniestation mit neuem Gesellschafter

Die neu gegründete Diakoniestation Idsteiner Land gGmbH i. G.. hat nun neben den 18 Kirchengemeinden mit dem Evangelischen Dekanat einen weiteren Gesellschafter bekommen. Somit kann das Dekanat, weiterhin die Arbeit der Diakoniestation mitgestalten, nachdem es die Trägerschaft der Diakoniestation zum 31.12.2015 aufgrund der Dekanatsfusion abgibt.


Im Anschluss an die notarielle Beurkundung wählte die Gesellschafterversammlung den Aufsichtsrat der Diakoniestation Idsteiner Land gGmbH i. G.: Werner Hübscher aus Waldems-Bermbach, Wolfgang Müller aus Idstein, Michael Raasch aus Hünstetten-Wallbach, Markus Eisele aus Heftrich und Sigrid Müller aus Idstein als Vertreterin der Mitarbeitenden. Als Vorsitzender wurde Herr Markus Eisele gewählt, stellvertretender Vorsitzender ist Michael Raasch.


Für die Mitarbeitenden ändert sich nichts. Alte und neue Geschäftsführerin ist Julia Ludwig-Hartmann.

Die Diakoniestation Idstein im Film


Ehrung des Vorstands

Am Montag, 2. November, wurde der ausscheidende Vorstand der Diakoniestation Idstein gewürdigt. In diesem Zusammenhang erhielten die drei langjährigen Vorstandsmitglieder Dr. Dorothea Glass, Uschi Kehder und Egon Roth das silberne Kronenkreuz der Diakonie Hessen überreicht.


Propst Oliver Albrecht würdigte in seiner Ansprache die Arbeit des Vorstands und der Diakoniestation, die in besonderer Weise zeige, dass hohe Pflegequalität und wirtschaftliche Tragfähigkeit durch gutes Management und Engagement erreicht werden könnten, und zwar nicht etwa zu Lasten der Mitarbeitenden, sondern gerade durch deren hohe Zufriedenheit.


Auf dem Foto links sind zu sehen:

v.l.n.r.: Julia Ludwig-Hartmann, Dr. Dorothea Glass, Egon Roth, Uschi Kehder und Pfarrer Markus Eisele.



AleX bei Hitradio FFH

Moderatoren-Duo Daniel Fischer und Julia Nestle testen Alterssimulationsanzug

Unser Alterssimulationsanzug AleX war am 30.9. in der Morning Show von Hitradio FFH. Wir haben als Diakonie-Förderverein den AleX entwickelt, damit Unternehmen, Schulen, Organisationen, Kirchengemeinden vor allem im Idsteiner Land die 2 Anzüge ausleihen können, um Erfahrung mit dem Instant Aging machen zu können. 

 

Auf dem Foto: Daniel Fischer wird von Julia Nestle zärtlich an die Hand genommen. Mit 90 Jahren wird alles ein bisschen schwerer... Links daneben Pfarrer Markus Eisele und rechts Julia Drosselmeyer von der Hochschule Fresenius.

Zum Reinhören


Der Anzug wird wissenschaftlich begleitet von der Hochschule Fresenius.  Weitere Infos zum AleX, Berichte, Erfahrungen und Ausleihkonditionen finden Sie hier:

 

Alles zum AleX


500 Euro für Menschlichkeit

Aus Anlass des 30. Firmen-Jubiläums hat Bettina Meyer-Ried, Prokuristin der Firma Ried-Blitzschutz GmbH aus Hünstetten, dem Diakonie-Förderverein eine Spende in Höhe von 500 Euro überreicht. Dabei unterstrich Meyer-Ried: „Uns ist wichtig, dass ältere und kranke Menschen in unserer Region durch die Diakoniestation Idstein gut versorgt werden und möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben können. Eine so zuverlässige Betreuung auf höchsten fachlichen Niveau gibt auch den Familien ein gutes Gefühl der Sicherheit.“ Pfarrer Markus Eisele, Vorsitzender des Diakonie-Fördervereins für Idstein, Waldems und Hünstetten, dankte für die Spende, die direkt den Klienten der Diakoniestation und dem Mobilen Sozialen Dienst zugute kommt. „Jede Spende für den Förderverein unterstützt unser Hauptanliegen: mehr Zeit für Menschlichkeit in der Pflege und Betreuung“, so Eisele. Die Firma Ried-Blitzschutz ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen, das sich auf die Planung, Installation, Prüfung, Reparatur und Wartung von Blitzschutzsystemen spezialisiert hat und im Sommer 2015 auf ihr 30-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

Bettina Meyer-Ried (2.v.l.) überreicht den symbolischen Scheck an Pfarrer Markus Eisele und Brigitte Krekel (Diakonie-Förderverein)
Bettina Meyer-Ried (2.v.l.) überreicht den symbolischen Scheck an Pfarrer Markus Eisele und Brigitte Krekel (Diakonie-Förderverein)

Neue Trägerschaft für Diakoniestation

Aufgrund der anstehenden Fusion der Dekanate Idstein und Bad Schwalbach hat die Idsteiner Dekanatssynode am 14. März beschlossen, die Diakoniestation Idstein künftig in eine neue Trägerschaft zu führen, da sie derzeit noch in der Trägerschaft des Dekanats Idstein steht. Sie wäre somit die einzige Station in Trägerschaft des künftigen Dekanat Rheingau- Taunus. "Das wäre keine günstige Situation, wenn ein so großes Dekanat über eine vergleichsweise kleine Station Träger wäre“, erläuterte Diakoniepfarrer Markus Eisele den Wunsch nach einer anderen Trägerform. Ziel solle es stattdessen sein, sie in eine „kirchengemeindenahe Trägerschaft zu führen. Dann können die Gemeinden vor Ort, in der die Station auch wirkt, direkt mitentscheiden.“ Die Synode gab deshalb den Verantwortlichen grünes Licht die Diakoniestation in eine gemeinnützige GmbH zu führen. Das ermögliche sie auch am oberen Rand des Tarifs zu bezahlen, erklärte Markus Eisele. Es gehe darum, dass die Diakoniestation in der Lage bleibe, in einem hart umkämpften Markt gute Pflegekräfte zu binden. „Das oberste Ziel bleibt die Zufriedenheit der Patienten sowie der Mitarbeitenden“, so Eisele.  Die Synode wählte Diakoniepfarrer Markus Eisele auch zum neuen Vorsitzenden der Diakoniestation.


10.000 EUR für die Pflege

Mitgliederversammlung unterstützt die Diakoniestation Idstein und MSD

Idstein – Erneut unterstützt Diakonie-Förderverein die Diakoniestation und den Mobilen Sozialen Dienst (MSD) mit insgesamt 10.000 Euro aus Beiträgen und Spenden. Das hat die Mitgliederversammlung des Vereins am Mittwoch, 12. November, beschlossen. „Wir freuen uns, dass wir damit den beiden Diensten Möglichkeiten an die Hand geben, ihre Klienten noch besser betreuen zu können.“ erläuterte Pfarrer Markus Eisele, Vorsitzender des Fördervereins. Er betonte zugleich, dass man in Deutschland noch bessere Rahmenbedingungen für Pflegekräfte, Pflegedürftige und pflegende Angehörige brauche. Ein erster Schritt sei das erst kürzlich vom Bundestag gebilligte neue Pflegereformgesetz. Der Förderverein sehe es auch als seine Aufgabe an, die Öffentlichkeit für das Thema Pflege zu sensibilisieren. In diesem Zusammenhang sei man froh, dass der Alterssimulationsanzug AleX häufig verliehen werden konnte. Julia Ludwig-Hartmann, Geschäftsführerin der Diakoniestation Idstein, stellte in einem Vortrag die neuen Entwicklungen des ambulanten Pflegedienstes vor. So gehörten neben der Pflege auch die Sterbebegleitung, Pflegeberatung und Demenzbetreuung zu wichtigen Schwerpunkten der Arbeit. Durch eine erst in diesem Jahr erfolgte Zertifizierung wolle man die hohe Qualität der Arbeit und die Mitarbeiterzufrieden halten und weiter steigern. Ludwig-Hartmann dankte dem Diakonie-Förderverein für die finanzielle Unterstützung, die manches Zusatzangebot erst ermögliche. Die Mitgliederversammlung bestätigte den Vorstand für weitere zwei Jahre.


Glücklich und gesund bis zur Rente arbeiten

Diakoniestation Idstein im Gesundheitsmanagement zertifiziert

Pflegedienstleiter Simon Gerhard betrachtet das Gedenkbuch der Station
Pflegedienstleiter Simon Gerhard betrachtet das Gedenkbuch der Station

„Hier will ich arbeiten!“ Alle Mitarbeitenden sollen bis zu ihrer Rente gesund und mit Freude in der Diakoniestation Idstein arbeiten. Bewerbern soll ein attraktiver Arbeitsplatz geboten werden. Dies sind erklärte Ziele des frisch zertifizierten betrieblichen Gesundheitsmanagements der Diakoniestation Idstein. Es basiert auf der internationalen Norm für Qualitätsmanagement DIN EN ISO 9001:2008 in Verbindung mit der Norm der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) für Arbeitsschutzmanagement MAAS-BGW. Im September 2014 hat die Diakoniestation Idstein offiziell das Zertifikat für Gesundheitsmanagement erhalten. Die Zertifizierung solle nur ein Zwischenziel sein, so Geschäftsführerin Julia Ludwig-Hartmann. Dass das nicht nur hehre Ziele sind, davon kann man sich konkret vor Ort ein Bild machen.

 

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Diakoniestation Idstein und Diakonie-Förderverein fordern bessere Bedingungen für die Pflege

Diakonie veranstaltete bundesweiten Aktionstag zur Altenpflege und verschickte Forderungen für ein Rettungspaket Altenpflege an das Bundesgesundheitsministerium

Idstein, 12. Mai „Wir fordern die neue Bundesregierung auf, endlich das Thema Pflege anzupacken und bessere Rahmenbedingungen für Pflegekräfte, Pflegedürftige und pflegende Angehörige zu schaffen“, sagte Pfarrer Markus Eisele, Vorsitzender des Diakonie-Fördervereins am Montag in Idstein. „Am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflege, fordern wir deshalb von der Politik das Rettungspaket für die Altenpflege!“. Dazu versammelten sich Mitarbeitende, pflegebedürftige Menschen und Angehörige in der

Idsteiner Fußgängerzone und stapelten symbolisch große Rettungspakete aufeinander. Außerdem haben sie hunderte von Forderungen und Wünschen gesammelt und in einem Paket an das Bundesgesundheitsministerium in Berlin geschickt. Am Aktionstag Altenpflege der Diakonie beteiligten sich bundesweit über 3.500 diakonische Anbieter von Altenpflege.

 

„Jeder Mensch möchte am Ende seines Lebens in Würde gepflegt werden. Es darf nicht vom Geldbeutel abhängen, ob man sich das leisten kann“, betonte Simon Gerhard, Pflegedienstleiter der Diakoniestation Idstein. Pflegekräfte bräuchten faire Bezahlung und bessere gesellschaftliche Anerkennung. „Nur so können wir mehr Menschen für diesen Beruf gewinnen.“ Dazu gehörten auch eine qualifizierte Ausbildung und attraktive Aufstiegsmöglichkeiten. Unverzichtbare Arbeit leisteten die vielen pflegenden

Angehörigen. Sie müssten stärker entlastet und wertgeschätzt werden. „Um dies alles zu erreichen, muss die Pflege finanziell gestärkt werden. Hierfür zu sorgen, ist Aufgabe von Politik und Gesellschaft“, erklärte Gerhard.

 

Die Diakonie hatte bundesweit ihre Pflegeheime und Pflegedienste aufgerufen, am Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai 2014 auf die kritische Situation im Pflegebereich aufmerksam zu machen und von der neuen Bundesregierung ein Rettungspaket für die Altenpflege zu fordern.


Idsteiner Zeitung berichtet über AleX

Ingrid Nicolai, Redakteurin der Idsteiner Zeitung, berichtet von ihrem Selbstversuch mit dem Alterssimulationsanzug AleX. Sie kommt zu dem Ergebnis: "Als Nebenwirkung ist durch dieses hautnahe Erlebnis aber mein Verständnis für alte Menschen, ihre Bedürfnisse und ihre Einschränkungen deutlich größer geworden."

 

Den ganzen Bericht in der Idsteiner Zeitung nachlesen!


Ich geb' Dir einen Engel mit!

„Ich liebe die Adventszeit – das warme Licht der Kerzen, den Besuch des Weihnachtsmarkts mit Freunden und Familie“ sagte mir gestern ein guter Freund. Bestimmt kennen Sie diese Vorfreude!

 

 

Und zugleich muss ich an Elfriede K. in Walsdorf denken, die in der Adventszeit meist alleine sein wird. Wie ihr geht es so vielen Menschen im Idsteiner Land. Sie sind gebrechlich und können nicht mehr alleine raus. Oft ist die Schwester der Diakoniestation oder der Mitarbeiter des Mobilen Sozialen Dienstes der Diakonie der einzige Besuch in der Woche. Als einfühlsame und geschulte Begleiter sind Sie mit Rat und Tat da. Gut, dass sie sich Dank finanzieller Mittel vom Diakonie-Förderverein für Menschen wie Elfriede K. mehr Zeit nehmen können und so zu Engeln werden.

 

Unterstützen Sie uns, damit viele Menschen im Idsteiner Land, die durch ihr Alter oder wegen Krankheit oder Behinderung auf Pflege und Betreuung angewiesen sind, gut und menschenwürdig versorgt sind. Das ganze Jahr über – und auch im Advent und an Weihnachten.

 

 

Schenken Sie „Zeit für Menschlichkeit“ und werden auch Sie zum Engel für Andere.

 

Jede Spende – egal ob 20, 30 oder 50 Euro - hilft dabei, dass Menschen im Idsteiner Land nicht alleine bleiben.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest

 

Ihr Pfarrer Markus Eisele

 

P.S.: Wenn Sie mögen, senden wir Ihnen eine Engel zum Selberbasteln zu. Vielleicht wird er für Sie oder einen Menschen, dem Sie eine Freude machen wollen, ein Begleiter in der Adventszeit. Schreiben Sie mir einfach eine Mail.


Diakonie-Förderverein unterstützt Pflege und Betreuung mit 10.000 EUR

Idstein - Mit insgesamt 10.000 Euro aus Beiträgen und Spenden unterstützt der Diakonie-Förderverein in diesem Jahr die Diakoniestation und den Mobilen Sozialen Dienst (MSD). Das hat die Mitgliederversammlung des Vereins am Mittwoch, 13. November, beschlossen. „Wir wollen damit erreichen, dass die beiden Dienste ältere, kranke oder behinderte Menschen im Idsteiner Land noch besser betreuen können“, sagt der Vorsitzende, Pfarrer Markus Eisele. Der Förderverein belasse es aber nicht bei der finanziellen Förderung, sondern setze sich aktiv für eine Verbesserung der Situation in der Pflege ein: So fand auf Initiative des Vereins im August eine Diskussion mit 10 Landtags- und Bundestagskandidaten zum Thema „An die Pflege denken“ statt und mit dem Alterssimulationsanzug „AleX“ könnten Vereine und Unternehmen im Idsteiner Land im Selbstexperiment herausfinden, was es bedeutet, mit altersbedingten Einschränkungen zu leben. Bei diesem Projekt sei der Verein besonders dem Sanitätshaus Kern dankbar, das den Anzug als Sponsor zur Verfügung gestellt hat.

 

Dekan Oliver Albrecht dankte dem Verein für sein vorbildliches Engagement. Er wünsche sich eine „kirchliche Diakonie“ und eine „diakonische Kirche“, so Albrecht. Wo ein Mensch Hilfe durch Mitarbeitende der Diakonie und der Gemeinden erfahre, da passiere es manchmal, dass über die ganz praktische Unterstützung hinaus auch Gott zur Sprache komme. Für ihn gehöre zum Traum einer diakonischen Kirche, dass die Mitarbeitenden den ganzen Menschen im Blick hätten, nämlich Leib und Seele, betonte Dekan Albrecht: „Auch das gemeinsame Gebet ist eine große Hilfe“.

 

Da Schriftführerin Birgit Guckes aus dem Vorstand ausschied, wurde als Nachfolger Felix Klingebiel gewählt. Pfarrer Eisele dankte Birgit Guckes für ihr langjähriges Engagement.


Mit „AleX“ Probleme von Menschen mit Einschränkungen begreifen

Diakonie- Förderverein stellt Alterssimulationsanzug der Öffentlichkeit vor

Mareike Schrenk steht mühsam auf. Mit der linken Hand muss sie sich am Tisch abstützen. Sie tippelt etwas unsicher den Gang entlang zum Kaffeeautomaten. Es dauert eine Weile, bis sie den richtigen Knopf für den Cappuccino gefunden hat. „Muss ich da das Geld reinwerfen?“, fragt sie umstehende Personen. Sie muss ganz dicht mit ihren Augen an die Tasten, um die Beschriftung lesen zu können. „Wo sind denn die Becher? Kommen die von selbst heraus?“ Es dauert. Endlich, nach etwa sieben Minuten zieht sie den Becher heraus, verschüttet etwas Kaffee und geht erschöpft zur Seite. Die umstehenden Personen haben geduldig ausgeharrt. Wohl vor allem deshalb, weil dies ein Testversuch ist. Wäre diese Situation an einem Fahrkartenautomat gewesen und Realität, hätten die Umstehenden wohl nicht so viel Geduld mit der vermeintlich älteren Dame gehabt.

 

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Im Rahmen der Veranstaltung "An die Pflege denken" hatten schon die Politiker Klaus- Peter Willsch (CDU) und Martin Rabanus (SPD) den Anzug probiert.
Im Rahmen der Veranstaltung "An die Pflege denken" hatten schon die Politiker Klaus- Peter Willsch (CDU) und Martin Rabanus (SPD) den Anzug probiert.

An die Pflege denken!

Politiker, Angehörige und Pflegekräfte sprechen auf Diakoniesymposium über Pflege

„Es ist das erste Mal, dass alle Bundestags- und Landtagskandidaten zusammen an einem Ort sind“, eröffnete Dekan Oliver Albrecht das Diakoniesymposium „An die Pflege denken“ in Niedernhausen. Geladen waren auch Angehörige, Vorsitzende der Kirchenvorstände und Mitarbeitende der kirchlichen Pflegedienste des Rheingau-Taunus-Kreises. „Es geht um das exakte Verstehen und Hinhören und nicht so sehr um das Erklären“, erläuterte Albrecht das Ziel der Veranstaltung. So kamen Angehörige, Leiterinnen von Diakoniestationen und Mitarbeitenden zu Wort und erklärten die Sonnen- und Schattenseiten des Dienstes an den Menschen.

 

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Zum dritten Mal: Sehr gut!

Medizinischer Dienst vergibt Note 1,0 an Diakoniestation

Die neue Geschäftsführerin der Diakoniestation Idstein Julia Ludwig-Hartmann
Die neue Geschäftsführerin der Diakoniestation Idstein Julia Ludwig-Hartmann

Zum dritten Mal im Laufe von drei Jahren ist die Diakoniestation Idstein vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen mit dem Prädikat "Sehr gut" benotet worden.

 

Im Transparenzbericht (der in Kürze auf der Seite www.pflegelotse.de) einsehbar ist werden die Leistungen im Einzelnen wie folgt bewertet:

 

Pflegerische Leitungen Not 1,1

Ärztlich verordnete Pflegerische Leistungen 1,0

Dienstleitung und Organisation 1,0

Befragung der Kunden 1,0

 

Die Gesamtnote ist eine 1,0. Der Landesdurchschnitt liegt bei 1,4.

 

Markus Eisele, Vorsitzender des Diakonie-Fördervereins, freut sich: "Wer drei Mal in Folge eine sehr gute Bewertung erhält, stellt unter Beweis, dass er dauerhaft beste Leistungen in der Pflege und Betreuung bringt. Ich gratuliere dem Team der Diakoniestation."

 

Die Diakoniestation Idstein ist mit einer neuen Führung ins Jahr 2013 gestartet. Neue Geschäftsführerin ist Julia Ludwig-Hartmann, die zum 1. Januar auf Elvira Ziemer folgte, die in der Verwaltung weiterhin für die Diakoniestation tätig ist. Pflegedienstleister ist Simon Gerhard.

 

Einstieg mit Bestnote

Neue Geschäftsführerin in der Diakoniestation Idstein will pflegende Angehörige stärken

 

[Idsteiner Land] Die neue Geschäftsführerin der Evangelischen Diakoniestation Idstein, Julia Ludwig- Hartmann, kann sich gleich zu Beginn ihrer Dienstzeit über die Bestnote des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) für die Diakoniestation freuen. „Mich haben besonders die hohe Qualifikation und das persönliche Engagement der Mitarbeitenden in der Station beeindruckt“, sagte Julia Ludwig- Hartmann. Zudem unterstützen „ausgebildete Wundmanager, Pflegeberater und Sterbebegleiter das Team in den vielfältigen Aufgaben der ambulanten Pflege. Die Diakoniestation Idstein wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach mit der Bestnote 1,0 ausgezeichnet worden.

 

Doch die Hände will die 49jährige trotz des Ergebnisses noch lange nicht in den Schoß legen. „Zukünftig wollen wir uns noch intensiver der Belange pflegender An- gehöriger annehmen: individuelle Schulungen zu Hause sowie das Kursangebot stärken die Pflegekompetenz.“ Zudem schaffe die Betreuung von Menschen mit Demenz Entlastung und Bereicherung, betont Julia Ludwig- Hartmann. Die Diakonie- station wolle auch aktiv die zahlreichen Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden unterstützen, „weil sie im Netzwerk Pflege eine unschätzbare Rolle spielen“, erläutert die Geschäftsführerin.

 

In der Wahrnehmung ihrer Verantwortung orientiert sich die neue Geschäftsführerin Ludwig- Hartmann „zu jeder Zeit an den im Diakonischen Auftrag definierten Kriterien: Pflegefachlichkeit, Wirtschaftlichkeit und Mitmenschlichkeit gegenüber Kunden und Mitarbeitenden.“ Punkte, die der medizinische Dienst bereits bei den letzten Prüfungen als Stärken der Diakoniestation einstufte.

 

Eine zentrale Herausforderung sieht Julia Ludwig- Hartmann zudem in der Er- weiterung der Leistungsfähigkeit der Diakoniestation, um die wachsende Nachfrage häuslicher Pflege zu bewältigen. „Die Mitarbeitenden sind von größter Bedeutung. Umfassend und vorbeugend werden ihre Sicherheit, Zufriedenheit und Gesundheit durch die Integration des Arbeitsschutzes in das bestehende Qualitätsmanagement- system gefördert.“

 

Zur Person

Julia Ludwig- Hartmann ist Jahrgang 1964 und wurde in Kiel geboren. 2005 bis 2009 studierte sie Pflegemanagement an der Hamburger Fern- Hochschule. Zuvor war sie examinierte Krankenschwester und Pflegedienstleiterin einer Diakoniestation. Seit 2010 ist sie selbstständige Dozentin und Beraterin im Gesundheitswesen. Neben ihrem Hochschul- Lehrauftrag ist sie für die Berufsgenossenschaft BGW, die BKK- Akademie, verschiedene Ärztekammern und andere Bildungsträger tätig. Seit Januar 2013 ist sie mit einer viertel Stelle Geschäftsführerin der Diakoniestation Idstein.

 

 


26.000 Euro für menschliche Pflege und Betreuung

Die Rekordsumme von jeweils 13.000 Euro aus Beiträgen und Spenden haben die Mitglieder des Diakonie-Fördervereins bei ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung an die Diakoniestation und den Mobilen Sozialen Dienst (MSD) ausgeschüttet. Die beiden Dienste pflegen und versorgen viele ältere, kranke oder behinderte Menschen im Idsteiner Land zu Hause. Sie ermöglichen ihnen so, in ihrer gewohnten Umgebung wohnen zu können.

 

Dass der demografische Wandel schon in absehbarer Zeit neue Lösungen für die Begleitung und Betreuung älterer Menschen erfordere, machte der Vorsitzende des Vereins, Pfarrer Markus Eisele deutlich. Heute werde der überwiegende Teil der pflege- und hilfebedürftigen Menschen von der Familie betreut. „Schon in wenigen Jahren aber wird sich die Zahl der alten Menschen signifikant erhöhen, die partnerlos sind und auch auf keine Familieunterstützung rechnen können“, so Eisele. Es stelle sich die Frage, wer dann Hochaltrige begleiten und betreuen könne. „Soziale und emotionale Netze werden immer wichtiger“, sieht Eisele auch Kirchengemeinden und Diakonie in der Pflicht, noch enger zusammen zu arbeiten. Uwe Deiters, der Leiter des MSD erläuterte, welche Unterstützung durch den MSD ältere Mitbürger schon heute in Anspruch nehmen können. Anhand vieler alltäglicher Beispiele zeigte er auf, dass viele Ältere nur durch diese Hilfeleistung in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben können.

 

Die Mitgliederversammlung bestätigte den Vorstand. Einzig Kassiererin Heike Steffens schied nach 15-jähriger Tätigkeit aus dem Vorstand aus. Pfarrer Eisele dankte ihr für ihr überaus großes Engagement für die gute Sache. Ihre Nachfolgerin ist Brigitte Krekel. Als stellvertretende Kassiererin wurde Jutta Weber gewählt.


Zukunftsperspektive „Leben im Alter“

„Das Durchschnittsalter der Mitglieder unserer Kirche wird sich in den nächsten Jahren sicher deutlich erhöhen, doch wir sollten das nicht beklagen, sondern diesen Prozess aktiv mit gestalten“, sagt Oberkirchenrat Christian Schwindt, Vorsitzender der Konsultationsgruppe „Leben im Alter“. Wie das geschehen kann, darüber hat sich eine fachübergreifende Arbeitsgruppe im Auftrag der Kirchenleitung Gedanken gemacht. Dabei hat sie die Folgen der gesellschaftlichen Entwicklung und des demographischen Wandels für kirchliches Handeln in den Blick genommen. Sie legt nach einer zweijährigen Konsultationszeit nun ihr Ergebnis vor. Darin werden wesentliche Erkenntnisse, Daten und Tendenzen zusammengefasst, bestehende und innovative Ansätze im Kirchengebiet dargestellt und Empfehlungen für dieses Arbeitsfeld erarbeitet.

 

Mehr hierzu: http://www.ekhn.de/index.htm?http://www.ekhn.de/inhalt/presse/pressemitteilungen/archiv/10/11_senioren.php~inhalt

 

Der Bericht ist abrufbar unter: http://www.ekhn.de/inhalt/download/standpunkt/soz_pol/10_leben_im_alter_berichtqekhn.pdf


Note 1,1 für die Diakoniestation

Nachdem die Diakoniestation Idstein im Jahr 2011 vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) mit der Traumnote 1,0 ausgezeichnet worden ist, erreichte sie auch in diesem Jahr bei der Prüfung eine sehr gute Note. Nach der umfangreichen Prüfung des MDK wurde sie mit der Note 1,1 bewertet. Pfarrer Markus Eisele, Vorsitzender des Diakonie-Fördervereins Idstein-Waldems e.V., sagte dazu: "Das ist ein wunderbares Ergebnis. Ich bin allen Mitarbeitenden sehr dankbar." Wieder einmal habe die Diakoniestation unter Beweis gestellt, dass alte, kranke und behinderte Menschen in Idstein, Waldems und Hünstetten hervorragend gepflegt und versorgt werden.


Wir sagen allen Spendern DANKE!

Aktion der Idsteiner Zeitung "LESER HELFEN" erbringt 11000 Euro für Diakoniestation und MSD

Pfarrer Eisele, Vorsitzender des Diakonie-Fördervereins
Pfarrer Eisele, Vorsitzender des Diakonie-Fördervereins

„Ich bin immer noch ganz sprachlos und freue mich riesig!" sagt Pfarrer Markus Eisele, der Vorsitzende des Diakonie-Fördervereins. "Ein ganz großes Danke an die Spender und die Idsteiner Zeitung! Damit haben wir im Traum nicht gerechnet. Es ist schön, dass so viele Menschen im Idsteiner Land der Diakoniestation und dem MSD das Helfen und Zeit-Schenken ermöglichen! Dieses Teilen und Geben ist gelebte Nächstenliebe. Für uns ist das eine Ermutigung, uns noch mehr für eine menschliche Pflege und Betreuung einzusetzen. Ich träume davon, die Zusammenarbeit zwischen Diakoniestation, MSD und den Besuchsdiensten der Gemeinden auszubauen. Mit den Mitteln aus der Aktion „Leser helfen“ können wir auch hier weiterkommen.“

 

Lesen Sie mehr über unsere Aktion "Zeit für Menschlichkeit".

Bürgermeister: Bin überwältigt

„Ich bin überwältigt von der Hilfsbereitschaft unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger und dem Ergebnis der Spendensammlung Leser helfen der Idsteiner Zeitung für die Aktion Zeit für Menschlichkeit der Diakoniestation und des Mobilen Dienstes Idstein. Somit werden wir in die Lage versetzt, vielen älteren und kranken Menschen die Möglichkeit zu bieten, ihren Alltag in ihrem gewohnten Umfeld zu verbringen. Dies ist nicht nur menschlich sinnvoll, sondern auch wirtschaftlicher“, freut sich Werner Scherf, Bürgermeister der Gemeinde Waldems, und stellvertretender Vorsitzender des Diakonie-Fördervereins Idstein-Waldems.

Propst: Wichtiges Signal

„Die großartige Spendenbereitschaft ist für mich ein deutliches Signal dafür, dass die Arbeit der Diakoniestation und des Mobilen Sozialen Dienstes sehr gut bei den Menschen ankommen. Es zeigt mir, dass dieser Einsatz wichtig ist und sehr geschätzt wird. Ferner bestätigt es den Einsatz des Diakonie-Fördervereins, dass gerade die Zeit für Menschlichkeit die der Förderverein in besonderer Weise fördert, den Menschen in der Region immens wichtig ist. Zeit, damit Menschen in Würde gepflegt werden können, Zeit für ein Gespräch, Zeit für persönliche Zuwendung bleibt. Das ist leider nicht mehr alltäglich. Für mich ist das ein klares Signal, dass es gut ist, dass Kirche sich für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, einsetzt. Dass Kirche und Diakonie dafür eintreten, dass Menschen nicht auf der Strecke bleiben, bei alldem Druck des Geldes, der Leistungsabrechnungen und -pauschalen“, sieht es Propst Dr. Sigurd Rink.



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Die gute Tat: 1.000-Euro-Spende

Architekt Norbert Schwarz (li.) überreicht den symbolischen Schenk an den Vorsitzenden des Diakonie-Fördervereins Pfarrer Eisele
Architekt Norbert Schwarz (li.) überreicht den symbolischen Schenk an den Vorsitzenden des Diakonie-Fördervereins Pfarrer Eisele

Norbert Schwarz unterstützt Förderverein / Erlös aus Weihnachtsbaumverkauf

 

Jahr für Jahr treffen sich in der Vorweihnachtszeit Menschen im Wäldchen des Kröfteler Architekten Norbert Schwarz. Dort kann jeder seinen eigenen Weihnachtsbaum in der nach biologischen Richtlinien bewirtschafteten Kultur auswählen und selbst schlagen. Die Erlöse spendet der rührige Kröfteler an gemeinnützige und wohltätige Organisationen.

 

Jetzt übergab Norbert Schwarz wie angekündigt einen Scheck von 1.000 Euro an Pfarrer Markus Eisele vom Diakonie-Förderverein."Bei Ihnen ist das Geld in guten Händen", sagte er.

 

"Sie schenken mit dieser Spende alten, kranken und behinderten Menschen Zeit für Menschlichkeit", dankte Eisele dem Spender. Jeder gespendete Euro ermögliche es den Pflegern und Schwestern der Diakoniestation und des MSD sich noch besser um ihre Klienten und Patienten zu kümmern.


Henry Schäfer aus Idstein ist schon seit 30 Jahren als Altenpfleger unterwegs

Henry Schäfer kennt den Unterschied. Schon 30 Jahre ist er als Altenpfleger unterwegs, um seinen Klienten die Hilfe und Unterstützung zu geben, die sie brauchen. Bevor er im März vergangenen Jahres bei der Diakoniestation in Idstein anfing, hat er bei einigen anderen Organisationen hinter die Kulissen geschaut. Er hat stationär und ambulant gearbeitet, für private Pflegedienste, die Arbeiterwohlfahrt, die Johanniter… „jetzt bin ich angekommen“, sagt er.

 

Den ganzen Artikel in der Idsteiner Zeitung nachlesen.


Leser helfen: Die Idsteiner „Pflege im Anschluss“

Veränderungen fallen mit zunehmendem Alter immer schwerer - besonders, wenn sie unfreiwillig sind. Ein Krankenhausaufenthalt, geplant oder ungeplant, ist für Senioren - auch unabhängig des akuten Gesundheitszustands - belastend, zumal Ärzte und Pflegepersonal kaum die Zeit haben, sich so ausführlich wie nötig, mit dem alten Menschen, seinen Sorgen und Ängsten auseinanderzusetzen. Wie gut, dass es PiA gibt!

 

Den ganzen Artikel in der Idsteiner Zeitung lesen


„Es kann jeden von uns treffen“

Idsteiner Zeitung interviewt den Vorsitzenden

Der Diakonie-Förderverein, dem in diesem Jahr unsere Leser-helfen-Aktion zugute kommt, begleitet und unterstützt die Tätigkeiten der Diakoniestation Idstein und des Mobilen Sozialen Dienstes (MSD) in Idstein und Waldems. Die Idsteiner Zeitung sprach mit dem Vorsitzenden des Fördervereins, Pfarrer Markus Eisele.

 

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10.000 Euro für menschliche Pflege und Betreuung

Bericht zur Mitgliederversammlung 2011

Der Vorstand des Diakonie-Fördervereins überreicht zwei Schecks zu je 5.000 Euro an die Diakoniestation und den Mobilen Sozialen Dienstes.
Der Vorstand des Diakonie-Fördervereins überreicht zwei Schecks zu je 5.000 Euro an die Diakoniestation und den Mobilen Sozialen Dienstes.

Jeweils 5.000 Euro aus Beiträgen und Spenden haben die Mitglieder des „Diakonie-Fördervereins Idstein und Waldems“ bei ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung an die Diakoniestation und den Mobilen Sozialen Dienst (MSD) ausgeschüttet. Die beiden Dienste pflegen und versorgen viele ältere, kranke oder behinderte Menschen im Idsteiner Land zu Hause. Sie ermöglichen ihnen so, in ihrer gewohnten Umgebung wohnen zu können.

 

Der Förderverein wolle künftig das Thema „Menschliche Pflege und Betreuung“ noch stärker ins Zentrum rücken, betonte der Vorsitzende des Vereins, Pfarrer Markus Eisele. So sollen durch die Fördergelder Mitarbeitende in Pflege und Betreuung mehr Zeit für ihre Patienten haben. „Solche Zeit für Zuwendung gibt dem Menschen seine Würde“, ist Eisele überzeugt. Der neue Pflegedienstleiter der Diakoniestation, Achim Dörhöfer, erläuterte die wachsenden Aufgaben in der Pflege. Die sehr gute Bewertung der Diakoniestation durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse sei Verpflichtung, auch weiterhin hervorragende Pflegequalität, notwendige Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit unter einen Hut zu bringen. Die Finanzierung durch Kranken- und Pflegekassen reiche dafür nicht aus. Dies sei nur dank kommunaler, kirchlicher Mittel sowie der Zuwendung des Fördervereins möglich.

 

Der Bürgermeister von Waldems und zweiter Vorsitzender des Vereins, Werner Scherf, unterstrich, wie wichtig eine verlässliche Pflege und Betreuung ihrer Bürger für die Kommunen sei. Er sei froh, dass die Diakoniestation und der MSD hier gute und unverzichtbare Dienste leisten.

 


Helfen Sie uns - damit wir Anderen helfen können!


Der Diakonie-Förderverein wurde 1980 gegründet. Er begleitet und fördert die Tätigkeiten der Diakoniestation Idsteiner Land gGmbH und des regionalen Diakonischen Werks in Idstein, Waldems und Hünstetten finanziell.

 

Für eine gute Betreuung

 

Zu Hause leben und gut betreut sein, wenn man nicht mehr selbst für sich sorgen kann - das ist für viele Menschen ein wichtiger Wunsch.

 

Dank der Angebote der Diakoniestation und des MSD können kranke, alte und behinderte Menschen weiter in ihrer vertrauten Umgebung leben. Mit Verlässlichkeit und guter Qualität rechtfertigen die beiden Dienste täglich das hohe Vertrauen, das in sie gesetzt wird.

 

So verwenden wir Ihre Beiträge und Spenden

 

Der Förderverein schüttet jährlich die Mitgliedsbeiträge und Spenden an die Diakoniestation und den MSD aus. Beide Dienste können mit diesen Mitteln die Qualität ihrer Angebote und Arbeit sichern.

 

So können auch Sie helfen!

 

Werden Sie Mitglied! Unterstützen auch Sie diese wichtige Arbeit und werden Sie Mitglied im Diakonie-Förderverein.


Eisele: Gemeinsam Lasten tragen

Begrüßung des Vorsitzenden bei der Mitgliederversammlung

Liebe Mitglieder des Diakonie-Fördervereins,

liebe Freunde und Freundinnen,

 

zuhause ist es am schönsten – diesem Satz stimmen wohl die meisten Menschen zu, die von der Diakonie betreut werden. In Idstein und Waldems können viele ältere, kranke oder behinderte Menschen dank der unverzichtbaren Arbeit der Diakoniestation und des Mobilen Sozialen Dienstes in der gewohnten Umgebung wohnen.

 

Auf diese Weise versucht die Diakonie das zu leben, was der Apostel Paulus im Brief an die Gemeinde in Galatien fordert:

 

„Helft einander, eure Lasten zu tragen! Auf diese Weise werdet ihr das Gesetz erfüllen, das Christus uns gegeben hat.“ (Gal 6,2 NGÜ)

 

Mit vielen hundert Einsätzen im Monat tun diese beiden kirchlichen Organisationen einen wichtigen Dienst für unsere Gesellschaft. Es ist ein Dienst der Menschlichkeit und zugleich Erfüllung des Willens Gottes.

 

Ich habe eine außerordentliche Hochachtung vor dieser Arbeit. Es ist es eine tägliche Herausforderung, den eigenen Ansprüchen von umfassender Pflege und Betreuung gerecht zu werden. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Diakoniestation und MSD arbeiten unter Bedingungen, die stark verbesserungswürdig sind. Gerade Pflegebedürftigkeit müsste dringend neu definiert werden. Heute wird der Grad der Pflegebedürftigkeit fast ausschließlich anhand der vorhandenen körperlichen Einschränkungen, die ein Pflegebedürftiger hat, beschrieben. Kognitive Einschränkungen werden nur in einem unzureichenden Maß berücksichtigt. Viel zu wenig anerkannt werden bestehende Defizite bei der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte. Hier muss sich dringend etwas ändern. Die Engpässe im Pflegebereich zeigen, dass wir darüber hinaus auch eine bessere Vergütung brauchen. Tagtäglich wird gesellschaftlich wertvolle und wichtige Arbeit geleistet, die aber nicht ihrem Wert entsprechend bezahlt wird. Wir müssen die Diskussion noch offensiver führen, was uns Pflege und Versorgung wert sind.

 

Unter den heutigen Bedingungen sehe ich die zentrale Bedeutung der Diakonie im Dienst an der Gemeinschaft durch den Dienst am Einzelnen. Wir stehen heute vor großen Herausforderungen. Was wir heute brauchen, sind Klammern für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ich bin überzeugt, die Kirchen können viel für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft tun. Sie tun es ja bereits mit ihrer sozialen Arbeit, insbesondere der Caritas und der Diakonie. Beide Organisationen zusammen haben bundesweit eine Million ehrenamtliche Mitglieder. Nicht nur in dieser Zahl, sondern vor allem in den vielen unterschiedlichen sozialen Aktivitäten in den Gemeinden steckt ein gewaltiges Potential, um mit den Umwälzungen unserer Zeit umzugehen.

 

Auch wenn unser Anteil als Diakonie-Förderverein verschwindend gering zu sein scheint, ist er zugleich wichtig. Unser Gemeinwesen braucht Engagement. Zusammenhalt kann man nicht verordnen. Zusammenhalt entsteht im gemeinsamen Eintreten für Werte, die uns als Menschen einen Sinn geben. Das Gebot der Nächstenliebe, das die Diakonie beispielhaft vorlebt, ist solch ein zentraler Wert – nicht nur für uns als Christen, sondern auch für Angehörige anderer Religionen.

 

Ich bin überzeugt, dass unsere Gesellschaft ehrlich gelebte Religion braucht, die Menschen im Tun des Guten bestärkt, dazu aufruft und zugleich vorlebt, dass wir füreinander einstehen können und sollen. Und ich bin zutiefst überzeugt, dass Organisationen wie die Diakonie heute wichtiger sind für unsere Gesellschaft, als mancher glaubt.

 

Die christlichen Gemeinden und diakonischen Einrichtungen müssen hierzu verstärkt zusammenzuarbeiten. Allein das Reden von der Liebe Gottes mache diese noch nicht erfahrbar. Wort und Dienst, Gemeinde und Diakonie gehören zusammen. So wie es der Apostel schon vor 2.000 Jahren vorgelebt hat. Gegenseitig helfen, da wo man Lasten zu tragen hat, dazu braucht es auch finanzielle Mittel. Das ist der Anteil des Diakonie-Fördervereins. Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass diese Mittel zur Verfügung stehen.

 

„Helft einander, eure Lasten zu tragen! Auf diese Weise werdet ihr das Gesetz erfüllen, das Christus uns gegeben hat.“ (Gal 6,2 NGÜ)

 

Ihnen und allen, die sich in der Diakonie, beim MSD und beim Diakonie-Förderverein engagieren, möchte ich stellvertretend für alle, die von den Hilfen Nutzen haben, für Ihren Einsatz danken.